Mord

Das Meer ist rot und schwarz
Blut fließt vom Himmel,
doch die meisten sehen es nicht,
oder kommt es nicht daher,
wer weiß;

Wale liegen am Strand, halb tot,
doch keiner weint ihnen auch nur eine Träne nach.
Ihre Köpfe liegen halb abgetrennt auf dem Sand,
es ist rot, dunkel, grausam,
die Tiere liegen im Todeskampf,
gepeinigt von Schmerz,
halb erdrückt durch ihr eigenes Gewicht,
oder schon fast verblutet.

Niemand kümmert es, sie lachen,
sie zerschneiden ihre Körper.
Ein Baby liegt im Blut der eigenen Mutter.
Ein Kind spielt mit den Leichen der Wale,
ein grausiges Lachen hallt über den Strand,
Fröhlich, völlig fehl am Platze.

Die Menschen jubeln den Jägern zu,
doch niemand kümmert sich um die Wale.
Und noch lange hat das Massaker kein Ende,
die Opfer sind zahllos, niemand hat Interesse an ihnen,
einzelne entsetzte Gesichter, dann auch nur von Fremden.
Ein Ritual, nein Mord, brutal und unsozial
gegenüber solch empfindsamen Tieren.

Als es dem Abend zu geht ist der Mord zu Ende,
doch der Schrecken hat gerade erst angefangen.
Nicht nur die untergehende Sonne
taucht das ganze Szenario in ein rotes Licht.
So rot, dunkelrot ist nur Blut,
das Blut hunderter.
Das Entsetzten läßt unsere Herzen höher schlagen,
der Strand ist getränkt von Blut,
schlimmer als das Meer kaum noch sein kann.
Die letzten Wale verenden,
halb wahnsinnig vor Schmerz und Trauer.
Die Sonne hebt sich langsam über den Horizont,
und nichts kann diese grausame Tat verdecken.